1937
erhält das „Schwabe’s“ einen neuen prominenten
Stammgast, über den man sich aber nicht sehr lange erfreuen
kann. Ein adretter junger Soldat mit Seglermütze, der das
Privileg genießt, in Zivil auftreten zu dürfen: Sein
Name: Wernher von Braun. Es ist nur ein Katzensprung
von Peenemünde nach Zinnowitz. Und so verbringt von Braun
mit seinen Kollegen von der Heeresversuchsanstalt viele Abende
am großen Achter-Tisch hinten im Restaurant.
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Wir wissen nicht,
welche ihrer Ideen sie im „Schwabe’s“ ausbrüteten.
Wir wissen nur, sie waren leider so gut, dass der Norden Usedoms inklusive
Zinnowitz zum Sperrgebiet erklärt wird. Der Badebetrieb wird eingestellt.
Ort und Hotel fallen in einen ersten Dornröschenschlaf. Und dann
ist Krieg...
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1946 kommen
die ersten Ostsee-Urlauber zurück nach Zinnowitz. 1950 zählt
das Bad bereits 20.000 Gäste. Und doch ist schon die nächste
Diktatur im Anmarsch. Und mit ihr die „Aktion Rose“. Wegen
angeblicher Wirtschaftsverbrechen werden überall auf der Insel 1953 Hotels
und Pensionen durchsucht. Die Volkspolizei verhaftet 477 Hoteliers und
Gastronomen, 440 Hotels und Pensionen sowie 181 Gaststätten, Wohnhäuser
und Grundstücke werden beschlagnahmt. Sie gehen in das so genannte Volkseigentum
über. Aus „Schwabe’s Hotel“ wird das „FDGB-Erholungsheim Klement Gottwald“.
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